Um sich auf dem Markt durchzusetzen, benötigt eine neue App ein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal. Ludocene, eine neue Entdeckungsplattform für Spiele, bietet genau das. Die Anwendung präsentiert sich dabei als „Dating-App für Spiele“ und verspricht, die passenden Videospiele zu empfehlen, die den individuellen Vorlieben entsprechen. Die Auswahl eines Spiels erfolgt dabei ganz ähnlich wie bei einer Dating-App. Durch das Wischen nach links oder rechts wird ein Profil der eigenen Vorlieben und Abneigungen erstellt.
Ludocene wurde vom Videospieljournalisten Andy Robertson ins Leben gerufen und wird voraussichtlich im September 2025 veröffentlicht. Ob die App ein Erfolg wird, bleibt allerdings noch abzuwarten. Die zunehmende Beliebtheit von Ludocene, unterstützt durch eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne, zeigt, dass die Idee bei den Gamern auf positive Resonanz stößt. Es wird deutlich, dass viele die Plattform begrüßen. Kurz gesagt, Ludocene geht ein Problem an, das im Gaming-Bereich oft zu wenig beachtet wird: Die riesige Auswahl an Spielen kann für viele wirklich überwältigend wirken.
Die große Spieleauswahl kann verwirrend sein
Wenn man weiß, wonach man sucht, gibt es kein großes Problem. Wer PC-Spiele kostenlos downloaden als Vollversionen in Deutsch möchte und ein bestimmtes Genre wie RPG oder Kriegsspiele im Kopf hat, kann die Auswahl leicht eingrenzen. Aber wenn man unsicher ist, was man will, kann es etwas verwirrend sein.
Einige der Statistiken, die in Ludocenes Marketingmaterial enthalten sind, sind dabei wirklich interessant. So wurde zum Beispiel auf dem Steam-Store vermerkt, dass 2024 insgesamt 19.000 PC-Spiele veröffentlicht wurden. Das entspricht etwa 360 neuen Spielen pro Woche. Im Apple App Store und Google Play Store wissen wir, dass die Anzahl der Spiele in den Hunderttausenden liegt. Aber wie wir bereits erwähnt haben, ist die Auswahl wirklich enorm.
Indie-Entwickler können bei der Entdeckung Unterstützung erhalten
Es ist wichtig zu beachten, dass Spielentdeckungs-Apps wie Ludocene nicht nur den Spielern zugutekommen könnten. Für Indie-Entwickler ist es nämlich eine harte Realität, dass viele neue Spiele keine nennenswerten Einnahmen erzielen. Tatsächlich schaffen es über 50 % der auf Steam veröffentlichten Spiele nicht, mehr als 1.000 US-Dollar an Einnahmen zu generieren. Nur etwa 9 % der Indie-Spiele erreichen mehr als 200.000 US-Dollar.
Obwohl der Erfolg eines Indie-Spiels oft auch vom Glück abhängt, bleibt die Tatsache bestehen, dass viele großartige Spiele unentdeckt bleiben. Apps wie Ludocene könnten das Spielfeld ein wenig ebnen und es qualitativ hochwertigen Titeln ermöglichen, die Aufmerksamkeit zu erhalten, die sie verdienen. Sie müssen jedoch objektiv in der Art und Weise bleiben, wie sie Spiele empfehlen. Die App wäre beispielsweise nicht besonders sinnvoll, wenn sie gesponserte Titel hätte, bei denen Entwickler bezahlen, um bestimmte Spiele an die Spitze der Vorschläge zu setzen.
Letztlich ergibt sich hier eine absolut klare Chance. Die Gaming-Welt befindet sich derzeit in einer hervorragenden Phase. Es spielt keine Rolle, ob man PC-Gamer, Konsolen-Fan oder Mobile-Gaming-Enthusiast ist, die Auswahl war nämlich nie größer. Zudem braucht es kein riesiges Budget, um die besten Spiele zu genießen. Doch wird dabei deutlich, dass die enorme Zahl neuer Titel Unterstützung bei der Entdeckung gebrauchen könnte. Ludocene wird vielleicht nicht das perfekte Tool sein, wenn es im Herbst startet, aber die meisten Gamer werden der Idee ganz bestimmt zustimmen.








